Donnerstag, 19. November 2026, 19:00 Uhr, Saal des HdU
Heinrich-Heine Universität Düsseldorf
Es ist leicht zu sagen, dass Menschen, die auf Falschinformationen „hereinfallen“ oder extreme Ansichten vertreten, selbst daran schuld sind: Sie hätten eben ihre Informationen nicht gründlich genug geprüft oder ließen sich von Vorurteilen leiten. Tatsächlich aber sind wir alle viel stärker von unserem Umfeld geprägt, als solche Vorwürfe vermuten lassen – wir glauben oft das, was die Menschen, denen wir vertrauen, glauben. Zum Problem wird das erst, wenn unser Informations-Umfeld sehr einseitig ist oder sogar gezielt manipuliert wird, zum Beispiel in sogenannten „Echokammern“, wo abweichende Ansichten keinen Platz haben. Liegt die Verantwortung für unser Unwissen dann womöglich gar nicht bei der einzelnen Person, sondern bei der Gemeinschaft, die solche Verzerrungen hervorbringt – oder nichts dagegen tut?
Donnerstag, 21. Januar 2027, 19:00 Uhr, Saal des HdU
Universität des Saarlandes
Stellen Sie sich vor, Sie wachen eines morgens auf und zu Ihrem Erstaunen haben sie ein anderes Geschlecht. Sie sind, zum Beispiel, kein Mann mehr, sondern ab jetzt eine Frau. Was würde sich für Sie ändern? Beim Thema Geschlecht geht es um Identität, Anerkennung, Gerechtigkeit – kein Wunder also, dass es in Diskussionen dazu oft hoch hergeht! Aber was ist eigentlich Geschlecht und was heißt es, eine Frau zu sein bzw. ein Gender zu haben? Ein reflektierter Umgang mit unseren Intuitionen kann gerade bei diesem Thema nicht nur methodisch interessant, sondern auch philosophisch fruchtbar sein.