philfliX

Spannende Filme anschauen und anschließend im Kinosaal philosophieren? Im Rahmen der Reihe philfliX (vorher: Philosophie & Film) halten Philosoph:innen der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf nach ausgewählten Filmvorführungen kurze Impulsvorträge, in denen sie interessante Bezüge zwischen dem gezeigten Film und philosophischen Themen herstellen. Im Anschluss ist das Publikum eingeladen, mit den Expert:innen im Kinosaal zu diskutieren. Das Projekt philfliX ist ein Angebot des interaktiven Public-Philosophy-Projekts denXte.

Vergangene Veranstaltungen

Sprache, Denken, Welt: Arrival (2016)

10.12.25 – ab 18:30 Uhr:
Arrival (Regie: Denis Villeneuve, 2016)
Referent: Dr. Simon Wimmer
Thema: Sprache, Denken, Welt

Über den Film:
Zwölf mysteriöse Raumschiffe landen zeitgleich in unterschiedlichen Regionen der Welt. Ihre Besatzung und deren Intention — ein Rätsel. Um globale Paranoia und einen potentiellen Krieg zu verhindern, soll ein Elite-Team um die Linguistin Louise Banks (Amy Adams) und den Mathematiker Ian Donnelly (Jeremy Renner) im Auftrag des Militärs Kontakt herstellen. Doch das unermüdliche Streben nach Antworten gerät bald zum Rennen gegen die Zeit — die eigene und die der gesamten Menschheit. (Quelle: Düsseldorfer Filmkunstkinos)

Nach dem Film:
Im Anschluss an den Film diskutiert der Philosoph Dr. Simon Wimmer (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf) mit dem Publikum über das Verhältnis von Sprache, Denken und Welt, das der Film Arrival immer wieder thematisiert: Wie formt Sprache unsere Wahrnehmung der Wirklichkeit? Wie prägt sie unser Denken und Handeln?

📍 Ort: Bambi Filmstudio, Klosterstr. 78
🎟️ Tickets & Infos: t1p.de/filmphilo

Leibniz‘ philosophisches Denken: Leibniz – Chronik eines verschollenen Bildes (2025)

19.11.25 – ab 18:30 Uhr:

Leibniz – Chronik eines verschollenen Bildes (Regie: Edgar Reitz & Anatol Schuster, 2025)

Referent: Prof. Dr. Christoph Kann

Thema: Leibniz‘ philosophisches Denken

Über den Film:
Die Königin wünscht sich das Porträt und die niederländische Malerin Aaltje van de Meer bekommt den Zuschlag. Sie malt auf schwarzem Grund – denn alles Licht entsteht aus dem Dunkel. Leibniz ist ziemlich angetan von Aaltjes Arbeitsweise, und von ihren Experimenten mit Beleuchtung, Licht und Schatten, und nicht nur das: Während Leibniz für das Porträt Modell sitzt, offenbaren sich in ihren Gesprächen immer stärker die Unterschiede und Gemeinsamkeiten ihres Denkens, und es entsteht ein echter Diskurs – eine Auseinandersetzung in Augenhöhe zwischen zwei gleichwertigen Beteiligten. (Quelle: Düsseldorfer Filmkunstkinos)

Nach dem Film:
Im Anschluss an den Film diskutiert der Philosoph Prof. Dr. Christoph Kann (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf) mit dem Publikum über Leibniz‘ Philosophie, die im Film immer wieder in Dialogen thematisiert wird. Leibniz gilt als einer der letzten großen Universalgelehrten und hat mit seinem Denken die Wissenschafts- und Philosophiegeschichte geprägt,

📍 Ort: Bambi Filmstudio, Klosterstr. 78
🎟️ Tickets & Infos: t1p.de/filmphilo

Wissen & Diskriminierung; Epistemische Ungerechtigkeit: 
Wer die Nachtigall stört (1962)

04.11.25 – ab 18:30 Uhr

Wer die Nachtigall stört (Regie: Robert Mulligan, 1962)
Referent:innen: Tim Grasshöfer M.A. & Marion Seiche M.A.
Thema: Wissen und Diskriminierung: Epistemische Ungerechtigkeit

Über den Film:
Als Erwachsene erinnert sich die Tochter eines Rechtsanwalts, wie sie 1932 in Macomb County, Alabama, als Kind zum ersten Mal mit den Problemen und Konflikten ihrer Umwelt in Berührung kam, als beim Prozeß gegen einen Mandanten ihres Vaters, einen jungen Schwarzen, die Rassenvorurteile der Bevölkerung offen ausbrachen. Ungeachtet mancher formaler Schwächen und ihrer Nähe zu nostalgischen Klischees eine menschlich bewegende, gelungene Literaturverfilmung mit hoher ethischer Haltung, die überzeugend gegen Rassismus und für Toleranz eintritt. (Quelle: Düsseldorfer Filmkunstkinos)

Nach dem Film:
Im Anschluss an den Film diskutieren die Philosoph:innen Marion Seiche und Tim Grasshöfer (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf) mit dem Publikum über Fragen der Gerechtigkeit in Bezug auf Wissen: Wer darf eigentlich wissen? Wem wird Glauben geschenkt, und wer wird per se als Quelle glaubwürdiger Urteile ausgeschlossen? Solche und ähnliche Fragen werden in der Philosophie unter dem Begriff der epistemischen Ungerechtigkeit behandelt und vom Film „Wer die Nachtigall stört“ am Beispiel rassistischer Vorurteile in einem Gerichtsprozess veranschaulicht.

📍 Ort: Bambi Filmstudio, Klosterstr. 78
🎟️ Tickets & Infos: t1p.de/filmphilo

Fotograph: Raphael Janzer
Fotograph: Raphael Janzer
Fotograph: Raphael Janzer
Fotograph: Raphael Janzer

Zum Projekt:
📽 philfliX – Philosophie & Film
Spannende Filme anschauen und anschließend im Kinosaal philosophieren? Im Rahmen der Reihe philfliX (vorher: Philosophie & Film) halten Philosoph:innen der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf nach ausgewählten Filmvorführungen kurze Impulsvorträge, in denen sie interessante Bezüge zwischen dem gezeigten Film und philosophischen Themen herstellen. Im Anschluss ist das Publikum eingeladen, mit den Expert:innen im Kinosaal zu diskutieren. Das Projekt philfliX ist Teil des interaktiven Public-Philosophy-Projekts denXte.

Organisation:
Jonas Ouass, Prof. Dr. Markus Schrenk (Institut für Philosophie, HHU)
 

Das Projekt wird gefördert durch die Bürgeruniversität der HHU.